
Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige
Welche Hilfe es gibt – und was Ihnen wirklich zusteht (Stand 2026)
Pflege findet in Deutschland zu einem großen Teil zu Hause statt.
Und oft sind es Angehörige, die den größten Teil dieser Verantwortung tragen.
Was viele nicht wissen:
👉 Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote, finanzielle Leistungen und Entlastungsmöglichkeiten.
Doch der Überblick fällt schwer.
Was steht mir zu? Wo beantrage ich Hilfe? Und was passt zu meiner Situation?
Wir bringen Klarheit – verständlich, aktuell und verlässlich.
💙 Die Realität: Pflege ist oft Familienaufgabe – aber niemand muss sie allein tragen
Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes:
körperlich, emotional und organisatorisch.
Zwischen Beruf, Familie und Pflege entsteht schnell eine hohe Belastung.
Deshalb gilt:
👉 Niemand muss das allein schaffen.
Der Gesetzgeber stellt verschiedene Leistungen zur Verfügung – viele davon werden jedoch nicht vollständig genutzt.
💶 1. Pflegegeld – finanzielle Unterstützung für die Pflege zu Hause
Wenn Sie einen Angehörigen selbst pflegen, haben Sie Anspruch auf Pflegegeld (je nach Pflegegrad).
💰 Pflegegeld (Stand 2026):
- Pflegegrad 2: 347 € / Monat
- Pflegegrad 3: 599 € / Monat
- Pflegegrad 4: 800 € / Monat
- Pflegegrad 5: 990 € / Monat
👉 Dieses Geld steht zur freien Verfügung – z. B. als Anerkennung für die Pflegeleistung oder zur Unterstützung im Alltag.
🧾 2. Entlastungsbetrag – 125 € monatlich
Alle Pflegebedürftigen (ab Pflegegrad 1) haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag:
💰 125 € pro Monat (zweckgebunden)
👉 Wichtig:
Dieser Betrag ist zweckgebunden und darf nur für anerkannte Anbieter eingesetzt werden, z. B.:
- Alltagsbegleitung
- Haushaltshilfe
- Betreuungsangebote
Nicht genutzte Beträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres übertragen werden.
🚗 3. Pflegesachleistungen – Unterstützung durch Pflegedienste
Wenn ein ambulanter Pflegedienst (wie Wiehler & Wiehler) eingebunden ist, übernimmt die Pflegekasse Leistungen bis zu folgenden Beträgen:
💰 Sachleistungen (Stand 2026):
- Pflegegrad 2: bis 796 € / Monat
- Pflegegrad 3: bis 1.497 € / Monat
- Pflegegrad 4: bis 1.859 € / Monat
- Pflegegrad 5: bis 2.299 € / Monat
👉 Kombinationsleistung:
Wenn Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert werden, wird das Pflegegeld anteilig gekürzt.
🏖️ 4. Verhinderungspflege – wenn Angehörige eine Pause brauchen
Niemand kann 365 Tage im Jahr pflegen.
Deshalb gibt es die Verhinderungspflege:
💰 bis zu 1.612 € pro Jahr
Zusätzlich kombinierbar mit Kurzzeitpflege:
👉 insgesamt bis zu 2.418 € pro Jahr
👉 Voraussetzungen:
- mindestens Pflegegrad 2
- Pflege erfolgt seit mindestens 6 Monaten
👉 Erweiterung möglich:
Durch Übertragung von Kurzzeitpflege können zusätzlich bis zu 806 € genutzt werden
→ insgesamt maximal 2.418 € pro Jahr
Einsatz z. B. bei:
- Urlaub
- Krankheit
- persönlicher Entlastung
🏥 5. Kurzzeitpflege – vorübergehende stationäre Versorgung
Wenn die Pflege zu Hause vorübergehend nicht möglich ist:
💰 bis zu 1.774 € pro Jahr
Zum Beispiel:
- zur Entlastung
- zur Stabilisierung der Versorgung
- nach Krankenhausaufenthalt
- bei Krisensituationen
🏡 6. Tagespflege – Entlastung mit Struktur
Die Tagespflege ermöglicht Betreuung tagsüber außerhalb des eigenen Zuhauses.
Vorteile:
✨ feste Tagesstruktur
✨ soziale Kontakte
✨ gezielte Aktivierung
✨ Entlastung für Angehörige
👉 Wichtig:
Die Kosten werden zusätzlich zum Pflegegeld übernommen und nicht davon abgezogen.
👩⚕️ 7. Beratung & Schulungen für Angehörige
Pflegende Angehörige haben Anspruch auf:
✔ kostenlose Pflegekurse
✔ individuelle Schulungen zu Hause
✔ regelmäßige Beratungsbesuche
👉 Ziel: Sicherheit, Wissen und Entlastung im Pflegealltag.
🧠 8. Weitere Unterstützungen, die viele nicht kennen
🛠️ Wohnraumanpassung
💰 bis zu 4.000 € Zuschuss
(z. B. für barrierefreie Umbauten)
🛏️ Pflegehilfsmittel
💰 bis zu 42 € monatlich
(z. B. Handschuhe, Desinfektionsmittel)
⏳ Pflegezeit & Familienpflegezeit
- bis zu 6 Monate Freistellung (Pflegezeit)
- bis zu 24 Monate reduzierte Arbeitszeit (Familienpflegezeit)
👉 teilweise mit staatlicher Unterstützung (zinsloses Darlehen)
⚠️ Warum viele Leistungen nicht genutzt werden
TTrotz dieser umfangreichen Möglichkeiten bleiben viele Ansprüche ungenutzt.
Gründe:
- fehlende Informationen
- Unsicherheit bei Anträgen
- Zeitmangel im Alltag
- komplexe Regelungen
👉 Genau hier ist Unterstützung entscheidend.
🤝 Wie wir als Pflegedienst unterstützen
Bei Wiehler & Wiehler sehen wir nicht nur die Pflegebedürftigen –
sondern auch die Angehörigen.
Wir helfen bei:
✔ Beratung zu Leistungen und Ansprüchen
✔ Erklärung von Ansprüchen und Kombinationen
✔ Hilfe bei Anträgen
✔ Organisation passender Entlastungsangebote
Denn gute Pflege bedeutet:
👉 Niemand wird allein gelassen.
💙 Fazit: Unterstützung ist da – man muss sie nur kennen
Deutschland stellt ein solides System bereit –
doch es entfaltet seinen Wert erst, wenn man es kennt.
Wer die vorhandenen Leistungen nutzt, kann den Pflegealltag deutlich erleichtern
und langfristig stabil gestalten.
👉 Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche –
sondern ein wichtiger Schritt zu mehr Lebensqualität für alle Beteiligten.
❓ Sie möchten wissen, welche Leistungen Ihnen konkret zustehen?
Wir beraten Sie gerne persönlich.
➡️ Kontaktieren Sie uns – wir nehmen uns Zeit für Sie.
Mit herzlichen Grüßen 💙
Ihr Team von Wiehler & Wiehler
Pflege. Menschlich. Echt.

